We rule the school

Erstes Projekt von TimeOut

WE RULE THE SCHOOL

Stell DIR vor, in der Schule gibt es KEINE Noten mehr.

Stell DIR vor, die Schule macht DIR Spaß.

Stell DIR vor, es gibt KEINE Lehrer mehr und die Schule gehört EUCH.

Was würdest DU tun?

Eine Monsterparty schmeißen? Playstation Events organisieren? Das Buffet plündern? Deine Graffitikünste auf den Schulwänden verewigen? Auf den Tischen Topmodel spielen? Breakdancebattles abhalten? Oder doch lieber im Turnsaal ausschlafen statt schwitzen?

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Und jetzt stell DIR vor, dir ist TROTZDEM Langweilig.

Was würdest du dann tun?

Die Schule niederbrennen, weil du schon lange eine Rechnung offen hast? Einen Wasserrohrbruch verursachen, weil es weit und breit kein Hallenbad gibt? Oder schlussendlich zuhause bleiben, weil die anderen Mitschüler alle doof sind?

Und was würdest DU in einem Monat tun? Oder nach drei Monaten?

Und was in einem Jahr?

„Jede Generation braucht IHRE Revolution ! ! !“

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Ein Widerstand der Schüler vertreibt die Lehrer und sie haben die Möglichkeit, ihre Zeit in der Schule selbst zu gestalten…

Wie werden sie den neuen Freiraum nützen? Wie weit können gute Ideen verwirklicht werden?


Aufführungen im Dschungel Wien:

DI 6.6. 19:30 Premiere

MI 7.6. 19:30

DO 8.6. 11:00

FR 9.6. 11:00 + 19:30

 Karten: Dschungel Wien


DarstellerInnen:
Adelina Nita, Adrian Stowasser, Amina Mostageer, Asja Ahmetovic, Elisabeth Pink, Jasmin Bettstein, Julia Vozenilek, Laura Mysliwiec, Lea Juliana Pecora
Team:
Alina Julia, Andreas Fleckl, Charly Vozenilek, Felix Huber, Harald Cont, Josef Stachl, Katharina Cont, Max Glatz, Mirza Kebo

We rule the school

Wir gestallten gerade eine kleine Doku-Reihe von der Dokumentationsaufnahme von „We rule the school“ im Dschungel Wien.

1. Teil sind Szenen von Elisabeth Pink:

2. Teil sind Szenen von Adrian Stowasser:

Inhalt (Arbeitsbasis)

Bei ‚We rule the school‘ handelt es sich um ein Theaterstück für Jugendliche, welches ausgehend vom heutigen Schulsystem eine mögliche Zukunft aufzeigt, in welcher Utopie und Dystopie nahe beieinander liegen. Dramaturgischer Ausgangspunkt ist dabei George Orwell’s Roman ‚Farm der Tiere‘. Die Figuren in Orwell´s Märchen werden als Charaktergrundlage herangezogen und weiter entwickelt.

In drei Akten begleiten die Zuschauer eine Klasse von Schülern auf ihrer Reise durch drei Stadien eines Befreiungsversuchs: Monarchie, Kommunismus und Diktatur. Zu Beginn des Stücks wird das Schulsystem der Zukunft anhand einer im öffentlichen Fernsehen übertragenen Halbjahres-Prüfung ‚Qisa‘ greifbar. Starre hierarchische Strukturen, strenge Regeln und höchste Leistungsorientierung zeichnen diese Quizshow aus. Erster Widerstand wird spürbar, als die Vorjahressiegerin sich die Freiheit herausnimmt, die Standartantworten der ‚Qisa‘ zu verweigern, stattdessen antwortet sie individuell und umfassender, um den Kontext der Frage ad absurdum zu führen. Die Situation eskaliert und das Mädchen entfernt sich am Ende der Szene ihren implantierten Chip aus dem Handgelenk, damit wird der Untergang/Fall der ‚Monarchie‘ ins Rollen gebracht.

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Zu Beginn des 2. Akts haben nun die Schüler bereits ein neues System etabliert, welches in Form von 7. Geboten die Gleichstellung untereinander garantieren soll. Die Euphorie der neugewonnenen Freiheit und ihre grenzenlose Kreativität schaffen Raum für die Entdeckung ihrer eigenen, nie geahnten, individuellen Talente. Die neue Philosophie der Schüler verbreitet sich rasch und sie gewinnen immer mehr Anhänger. Somit werden Dinge ins Rollen gebracht, die das vorherrschende, starre System stark erschüttern. Auf dem Siegeszug werden jedoch immer wieder Steine in den Weg geworfen, die die Einheit der Schüler ins Wanken bringen und für Meinungsverschiedenheiten sorgen… diese Machtkämpfe unter den Jugendlichen spitzen sich soweit zu, bis schließlich ein neuer Anführer die Macht an sich reißt. Die aufgestellten Regeln werden, während des 3. Akts, nach und nach vom Anführer zu Gunsten seiner Gefolgschaft angepasst, was schließlich die zuvor hart erkämpfte Gleichheit der Schüler außer Kraft setzt und wieder Einzelne des Systems bevorzugt und ermächtigt. Das Spiel von Unterdrückung und Revolution beginnt von Neuem.

„Jede Generation braucht IHRE Revolution ! ! !“

Bühne

Wir  wollen in unserem Stück mehrere Möglichkeiten aufzeigen, wie man mit dem Lernen umgehen kann, welche Vor- und Nachteile die jeweiligen Systeme mit sich ziehen und, dass jedes noch so gute System, schlussendlich von Menschen abhängig ist. Wie bei so vielem gibt es keine Einheitslösung für alle Menschen, dafür sind wir zu verschieden. Wo der Eine mehr Freiheit braucht, braucht der Andere mehr Führung. Wo der Eine mehr Erklärung braucht, langweilt sich der Andere längst und so weiter.

Doch JEDER sollte die Möglichkeit bekommen, seine Talente und Fähigkeiten kennen zu lernen und das Zauberwort dafür lautet: Zeit! Denn Zeit ist nicht Geld, sondern Zeit ist das Leben.

Identifikationsfiguren gibt es in unserer Parabel mehrere, da George Orwell ja die ganze Gesellschaft in seinem Stück untergebracht hat und somit jeder, egal ob Täter, Opfer, oder Retter eine Figur sehen wird, die er gut nachvollziehen kann.

Aufführungen im Dschungel Wien:

 

DI 6.6. 19:30 Premiere

MI 7.6. 19:30

DO 8.6. 11:00

FR 9.6. 11:00 + 19:30

Karten: Dschungel Wien

DarstellerInnen:
Adelina Nita, Adrian Stowasser, Amina Mostageer, Asja Ahmetovic, Elisabeth Pink, Jasmin Bettstein, Julia Vozenilek, Laura Mysliwiec, Lea Juliana Pecora
Team:
Alina Julia, Andreas Fleckl, Charly Vozenilek, Felix Huber, Harald Cont, Josef Stachl, Katharina Cont, Max Glatz

 

Motivationsgedanken

von Alina, Kathi, Max, Charly und Julia

Als Elternteil ist es mir wichtig, auf den stetig wachsenden Leistungsdruck in beinahe allen Bildungseinrichtungen aufmerksam zu machen. Ein Augenmerk möchte ich auch auf die fehlende Fähigkeit des ‚Vermittelns‘ legen, da in dem vorherrschenden starren System, die Individualität der Kinder kaum gefördert/unterstützt wird. Durch das enge Korsett der Lernpläne/ziele, an die sich Lehrer halten müssen, wird den Schülern kaum Raum für eigene Interessen gegeben und folglich auch das Finden der individuellen Talente erschwert/verhindert. Ich frage mich schon lange, warum unsere Gesellschaft (vor allem in Hinblick auf erst kürzlich vorangegangene Wirtschaftskrisen) kaum umdenkt.

Ich habe drei Kinder geboren und weiß wie außerordentlich lernfähig jedes Kind zur Welt kommt. Seit vielen Jahren bin ich nun Zeugin dafür, wie das System Schritt für Schritt diese fantastischen Fähigkeiten zerstört. Ich wage sogar zu behaupten, dass Viele der heutigen Einserschüler, zum Beispiel in einem Gymnasium, einige der wesentlichsten Punkte nicht erlernen-bzw. verlernen. Auch das ständig verlangte auswendig lernen von Fachbegriffen, oder Vokabeln einer Fremdsprache, sehe ich als sehr negativ! Es verweilt vielleicht kurzfristig, theoretisch im Gehirn, langfristig gesehen hat es jedoch keinen wirklichen Effekt.

Ich sehe diese vielzähligen, gravierenden Probleme jedoch nicht nur im Schulsystem, sondern in unserer gesamten Gesellschaft. Der Leistungsdruck beginnt schon in der Volksschule und endet danach nicht mehr! Viele Eltern sind aus Existenzgründen gezwungen viel zu arbeiten und folglich fehlt ihnen auch die Energie, ihre Kinder Zuhause richtig zu fördern. Diese Entwicklung macht mir schon sehr lange Sorgen, da ich mich auch frage, was aus unseren Kindern/Enkelkindern werden wird, in einer Welt in der lebhafte Kinder mit Medikamenten ruhiggestellt werden, in der nur zählt ob man der ‚Norm‘ entspricht und wieviel man in seinem Leben an Leistung erbringen kann.

 


 

Im derzeitigen Schulsystem werden alle Kinder gleich behandelt und als „gleich“ im Sinne gleicher Voraussetzungen und Veranlagungen betrachtet. Es ist unerheblich, welche Begabungen und Talente das Kind hat – Mathematik, Englisch, Physik, Deutsch, etc. gehören zur „Allgemeinbildung“ und jedes Kind hat hier gute Leistung zu erbringen. Auf „gehirngerechtes“ Lernen wird – auch aufgrund fehlender zeitlicher sowie räumlicher Ressourcen – nicht geachtet! Dass Kinder spielerisch und in unmittelbarem Kontakt Neues lernen und be-greifen, ist der Allgemeinheit nicht erst seit Prof. Dr. Gerald Hüthers Forschungen bekannt und wird dennoch kaum in das bestehende Lehrsystem integriert.

Doch nicht nur die SchülerInnen leiden unter diesem System, sondern auch die Eltern und Lehrkräfte. Viele spüren: „So kann es nicht weitergehen.“ Doch bisher fehlt es an gangbaren Alternativen.

Das System von innen heraus in eine Revolution zu schicken und sich anzusehen, wie ein gelebter Wider- und Aufstand seitens der SchülerInnen aussehen könnte, ist ein Teil unserer Projektmotivation – angelehnt an George Orwell’s Werk „Animal Farm“ kommt der Impuls zur Veränderung direkt aus dem Inneren des Systems heraus. Dies soll auch ein Aufruf sein, nicht nur von

„oben herab“ (Regierung) oder von „außen“ (Wissenschafter, Eltern, Stadtschulrat) Veränderungsmöglichkeiten in der Theorie zu fordern und/oder zu diktieren, sondern wirklich an der Quelle – nämlich unseren Kindern – anzusetzen und von ihnen ausgehend eine neue Schul- und Lehrkultur zu entwickeln. Eine Lehrkultur, in welcher Kinder würdevoll ihr ureigenes Potential entfalten, soziale und interpersonelle Kompetenzen erwerben und vor allem ihr Gehirn so fördern können, dass es lebenslang aufnahmefähig, potent und lernwillig bleibt. (Wie Vera Birkenbihl es so schön formuliert: „Vom Gehirn-Besitzer zum Gehirn-Benutzer“) Schule soll den Kindern „Lernen“ nicht vermiesen, sondern ihre Freude an Weiterentwicklung fördern – eine Freude, die jedes Kind bereits auf diese Welt mitbringt! Jeder von uns hat in kurzer Zeit eine Sprache, die Muttersprache, erlernt – mitsamt Grammatik, umfassendem Vokabular und Redewendungen. Und das ganz ohne stundenlangem Sitzen an Vokabellisten und Auswendiglernen von Grammatikregeln. Einfach nur durch Beobachten, Zuhören, Fühlen, Erleben und vor allem: durch Freude am Spielen (=Lernen)! Diese Art des Lernens ist in uns von Beginn an angelegt – selbst als Erwachsene lernen wir etwas leichter, wenn wir uns dazu bewegen, wenn wir Emotionen verspüren und wenn wir Spaß am Gelernten haben.

 


 

Gerade in einer Zeit die von unseren Gesellschaften Neuorientierung auf so vielen Ebenen verlangen wird sollte die Frage welche Formen des Zusammenlebens wir eigentlich wollen, auf welche Ausrichtung unsere Bemühungen und die unserer Institutionen hinauslaufen sollen, nochmals und nachdrücklich, neu gestellt werden. 

Nun, die Welt ist nicht nur ökologisch, ökonomisch und militärisch in einer verwickelten Lage, sie scheint auch utopisch unglaublich verarmt (von Extremismen abgesehen, die das Prinzip Utopie pervertieren). Statt der Frage nach dem Wie eines Gesellschaftsmodells werden Entscheidungen, um aller Ideologie möglichst auszuweichen, aus angeblichen Sachzwängen motiviert, welche sich selbst nach und nach als Ideologie herausstellen. Das geschieht im Großen wie im Kleinen. Daneben blüht das politisch-mediale Geschäft mit diffusen Restideologien und trüben Allgemeinheiten.  

Die weltweiten Veränderungen – so viel scheint festzustehen – werden früher oder später eine Reduktion des materiellen Lebensstandards der sog. westlichen Welt mit sich bringen müssen. Indessen haben sich die Glücksversprechen des Kapitalismus, denen wir nach wie vor nachhängen, ohne sie mehr zu glauben, in eine sinnlose Tretmühle verwandelt (so empfinden es viele). Eine offene und möglichst breite Verständigung darüber welche Gesellschaft wir tatsächlich wollen, und wollen können, was dafür wesentlich und unverzichtbar ist, und worauf wir werden verzichten können und müssen, halte ich für überfällig. Wenn dieses Gespräch nicht stattfindet, dann wird über unsere Köpfe entschieden werden, und die dabei leitenden Interessen dürften sich – für die an den Entscheidungen nicht Beteiligten – entziehen ins Gebiet unheimlicher Ahnungen.  

Die Erneuerung einer Struktur bedeutet die Veränderung ihrer Institutionen. Die Schule ist zweifelsfrei einer unserer wichtigsten Institutionen. In der Bildungsdebatte scheinen zur Zeit diejenigen zu gewinnen die eine bessere Anpassung der SchülerInnen an ein internationales Testsystem (PISA) fordern. Damit geht einher eine noch stärkere Vereinheitlichung und Reglementierung des Unterrichtsgeschehens, sowie eine Steigerung des Leistungsdrucks im Namen einer späteren besseren Wettbewerbsfähigkeit der heutigen Kinder. Nicht nur dass dieses System einem Lernen aus Interesse und Begeisterung – das nachweislich nachhaltigere Lernen – grundsätzlich widerspricht, es bildet gerade nicht den autonom urteilenden, selbstbewussten und reflektierten Bürger heran, den wir uns vielleicht wünschen. Es darf in Gegenteil vermutet werden, dass gerade die Art des gewöhnlichen Unterrichts, in dem ein Gegenstand oder eine formale Kompetenz gegen den Willen der SchülerInnen „durchgebracht“ wird und unter verschiedenen impliziten (und expliziten) Androhungen abgeprüft wird vielfältige Lernblockaden, Selbstwertstörungen und andere Neurosen zur Folge haben. Nicht gerade ein Wettbewerbsvorteil. Auch abgesehen von allen Resultaten sollte das Glück unserer Kinder und deren optimale Selbstentfaltung für eine Gesellschaft ein Wert in sich sein.  

Die Frage nach der Bildung und der Schule beinhaltet auch die Frage danach zu welchen Menschen wir die Kinder erziehen wollen. Einen der in der Lage ist aus seiner individuellen Persönlichkeit diejenigen Wege zu schöpfen die ihn dazu befähigen sich weiterzubilden und im Leben nach seinen Interessen zu orientieren? Oder einen der auf Inhalte und Fähigkeiten abgerichtet ist, von denen Bildungsexperten vor seinem Schuleintritt dachten, dass sie nach seinem Austritt aus dem Bildungssystem gefragt sein werden? Damit soll nichts über die Inhalte eines Lehrplans gesagt sein, sondern etwas über die gegenwärtig zwangsläufige Art des Unterrichts. Dass Kinder für gewisse Lehrinhalte grundsätzlich kein Interesse hätten und man ihnen den Schulstoff also zu ihrem Besten aufzwingen müsse wird nicht nur durch Studien, sondern vor allem täglich durch charismatische Lehrpersonen widerlegt. Bei diesen einzelnen Glücksfällen darf es aber nicht bleiben. Mir scheint der Mangel liegt nicht am Personal, sondern an etwas Grundsätzlicherem.  

Selbstverständlich sind meine Meinungen anfechtbar. Ich bin weder Bildungsexperte, noch Lehrer, noch Elternteil. Ich halte es aber für logisch, dass sich gesellschaftliche Tendenzen in der Schule fortsetzen, und auch meine eigenen schulischen Erfahrungen, sowie Berichte von „Betroffenen“, und meine Lektüre zu diesem Thema bestätigen mich in diesen Ansichten. 

Das Projekt „Schule der Kinder“ versteht sich als Gesprächsbeitrag, weswegen auch jede Fixierung auf endgültige Lösungen vermieden wird, wohl aber möchten wir denjenigen Grundüberzeugungen Raum geben, von denen wir glauben, dass sie für eine Auseinandersetzung zielführend sind, und ich denke es schadet nicht auch das utopische und rebellische Potential unserer ZuseherInnen anzusprechen.    

 


 

Der Konkurrenzgedanke schlummert schon so tief in unserer Gesellschaft bzw. den jeweiligen Eltern der Kinder und wird durch die Wertevermittlung von Jobsuche, Politik und Medien noch mehr geschürt, sodass viele Eltern sich schon im Kindergarten gezwungen sehen, vermeintliche Schwächen des Nachwuchses für die jeweilige Altersstufe zu korrigieren und somit zu thematisieren. Dies wirkt sich jedoch nicht immer positiv auf die Kinder aus. Viele „Schwächen“ wären mit der Zeit von selbst vorüber gegangen und ein eventuelles Minderwertigkeitsgefühl gar nicht aufgekommen. Aber spätestens in der Schule werden die Kinder mittels Prüfungen in Schubladen gesteckt. Einige sind „sehr gut“ oder „gut“, andere sind dann plötzlich nur „befriedigend“ oder „genügend“. Wenn man mit 6-10 Jahren schon so klassifiziert wird, sind negative Entwicklungen vorprogrammiert. Wir sind der Meinung, dass jeder Mensch besondere Fähigkeiten und Talente mit sich bringt und jede Person wertvoll für die Gemeinschaft ist. Auf diesen Punkt bezogen, sollte die Schule ein Ort sein, wo Hilfestellung gegeben wird, diese Talente zu finden und kein Ort an dem die Kinder von einer Person mit Informationen zugeschüttet und bewertet werden, womit man dann unweigerlich nicht auf einer gleichen Ebene kommuniziert, sondern mehr oder weniger objektiviert wird.         

Definition von Objektivierung laut Wikipedia kommt dem Ziel des Schulsystems und der Firmen schon sehr nahe: 

Durch die Objektivierung ist die Form des Sachverhaltes frei vom Betrachter und kann als allgemein gültig definiert werden. Durch die allgemeine Gültigkeit ist diese Form des Sachverhaltes übertragbar und auch für alle anderen Betrachter nachvollziehbar. Das heißt, diese von äußeren Einflüssen freie Form stellt damit die Wahrheit dar, die allein durch den betrachteten Sachverhalt selbst bestimmt ist.        

Das Problem derzeit ist, selbst wenn man dieses Ziel der Objektivierung gut heißt, weil man die Arbeitsuchenden leichter einordnen will, ist es aber so, dass für fast alle Firmen, das Zeugnis nicht mehr interessant ist und eigentlich kaum verlangt wird und dort wo es eine Rolle spielt, wird ein großer Mangel an Kreativität beklagt. Dadurch ergibt sich die Frage: Wieso machen wir dann den ganzen unökonomischen Wahnsinn?                  

Weiters kann man nicht leugnen, dass die Schule ihre Schüler mehr und mehr diszipliniert, anstatt diese zu mündigen und wissensdurstigen Bürgern auszubilden. Dies war wohl auch im Sinne der Mächtigen und Reichen, aber die Ansprüche unserer Gesellschaft haben sich geändert und wir brauchen komplexere Menschen, die über den Tellerrand hinweg schauen, um mit den „vererbten“ Problemen umgehen zu können oder noch besser, sie lösen zu können. Der Hausverstand sagt einem schon, dass die momentane Wertevermittlung in unserer Gesellschaft vollkommen in eine Richtung läuft, die kein gutes Ende nehmen kann. Konkurrenz und Profit gehen immer zu Lasten anderer und können nicht für eine langfristige, stabile Gemeinschaft stehen. Seit Jahrzenten lehrt nun jedoch unser Bildungssystem allen Kindern dieses falsche Leitbild. Hoffnungsschimmer ist bei genauerer Betrachtung der Lehrer. Fast unabhängig vom System kann ein Lehrer, der sich auf eine Ebene mit den Schülern begibt (also Feedback in beide Richtungen) viel mitgeben und dieses richtig vermittelte Wissen wird auch nicht nach den Tests vergessen, sondern formt. Immer dann, wenn man das Gefühl hat, etwas schlauer zu sein nach der Unterrichtsstunde (und dies kennt hoffentlich doch jeder), nur dann macht Schule wirklich Sinn. Sobald man bei Tests und Noten für die Objektivierung lernt, ist es verlorene Zeit und davon haben unsere Kinder in der Schule viel zu viel.         

2 Schwerpunkte haben sich bei unserem Stück herauskristallisiert   

 

Subjektivierung: Einerseits hat jeder Mensch Stärken und Schwächen, die er in erster Instanz herausfinden wird, wenn man ihm die Möglichkeit gibt, um dann daran oder damit arbeiten zu können, seine Berufung zu finden. Schlussendlich ist jeder mit seinen Talenten und Fähigkeiten für die Gesellschaft wichtig und unverzichtbar. 

Objektivierung: Wird ein Kind aber von Anfang an geprüft und bewertet, verfälscht sich das Eigenbefinden und führt sehr oft in falsche Richtungen bis hin zu Minderwertigkeitskomplexen und Lustlosigkeit. Sehr viele reizen ihr Potenzial nicht annähernd aus und werden eigentlich nur diszipliniert, um in der Berufswelt wenig befriedigende Jobs auszuüben.  

 

Subjektivierung braucht Zeit und Freiraum und in unserm Stück schauen wir uns mehrere Möglichkeiten an, wie sich verschiedene Typen von Jugendlichen in verschiedenen Rahmenbedingungen entwickeln. Es wird Spannend….      


„Wenn ich an die Schule denke, sehe ich immer ein riesiges Gebäude vor mir, das mir den Zeigefinger zeigt und sagt, das darfst du nicht und das darfst du nicht und auch das darfst du nicht.  

Mir ist schon klar, dass die Schule wichtig ist und dass man nicht daran vorbei kommt. Aber warum muss man sie dann so gestalten, dass man gezwungen wird sie zu hassen?  

Ich bin immer gern in die Schule gegangen, auch wenn ich nie beliebt war und kaum Freunde hatte. Doch dieses Gefühl von „Spaß“ und die Lust am lernen ist mit Jahr für Jahr geschrumpft.  

Warum?  

Die Lehrer machen einem Angst! Sie schreien. Sie predigen. Sie schimpfen. Sie beleidigen. Und sie machen uns klar, dass wir zu dumm für die neue „Zentralmatura“ sind.  

Ich würde viel lieber lernen und in die Schule gehen, wenn ich keine Angst vor den Lehrern und ihren „hochgehobenen Zeigefingern“ hätte.  

Doch wie das ganze auflockern? Wie den Spaß zurückerobern?  

Meiner Meinung nach sollte man unser veraltetes Schulsystem über Bord werfen und ein völlig neues Konzept kreieren, indem die Talente jedes Einzelnen gestärkt werden und nicht an den Schwächen gebastelt wird, bis sie Mittelmaß sind.  

Warum für Mathe büffeln, wenn man vielleicht ein Sprachgenie ist? Und genauso umgekehrt.  

Schule sollte da sein, um uns auf den richtigen Weg zu begleiten. Ohne Druck. Ohne Angst. “ 

 


 

 

 

Team:

Alina Vozenilek, Charly Vozenilek, Harald Cont, Katharina Cont,

Max Glatz, Philipp Baumung, Juli Vozenilek, Felix Huber

 

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